Kosten beim Zahnarzt

Zahnimplantat: Manchmal ist ein Knochenaufbau nötig und machbar

Eine wesentliche Grundvoraussetzung für das erfolgreiche Einsetzen eines Zahnimplantates ist genügend und gesunder Kieferknochen. Nur wenn Sie ausreichend Knochenmasse besitzen, kann der Chirurg das notwendige Loch bohren und das Implantat einbringen. Diagnostiziert Ihr Zahnarzt, dass der vorhandene Knochen nicht genug ist, empfiehlt er Ihnen, zunächst einen Knochenaufbau vorzunehmen. Es gibt mehrere Verfahren, wie der Arzt den Knochen entsprechend bearbeiten kann.



Für Zahnimplantat Knochenaufbau
Bei mehr als 28% mußte für ein neues Zahnimplantat der Knochen aufgebaut werden.

Wieviel Knochen ist für ein Implantat unabdingbar?

Generell sollte ein Zahnimplantat so viel Masse im Mundraum vorfinden, dass es an allen Seiten von einer mindestens zwei Millimeter dicken Kieferknochenschicht umgeben ist. Da etliche Patienten in fortgeschrittenem Alter Zahnersatz brauchen, hat der Körper unter Umständen bis dahin schon ein gewisses Volumen an Knochen abgebaut. Der Rückgang von Zahnfleisch ist ein natürlicher, altersbedingter Prozess. Wenn die Knochenmasse während der Entscheidung für ein Implantat bereits nicht mehr vorhanden ist, kann ein künstlicher Aufbau trotzdem das Setzen der Prothese ermöglichen.

Weitere Gründe für mangelnden Kieferknochen

Neben dem vorgenannten altersüblichen Knochenabbau tragen unterschiedliche Faktoren dazu bei, dass ein Kieferknochen kein Implantat halten kann:

  • Genetische Erbanlagen und Voraussetzungen begründen einen dünnen, porösen Knochen,
  • durch einen Unfall gehen eigene Zähne verloren, so dass die anschließende fehlende Belastung einen Knochenabbau auslöst,
  • eine Erkrankung, teils in Kombination mit der Einnahme eines bestimmten Arzneimittels, konstituiert einen Knochenschwund.



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Knochenaufbau vor einem Zahnimplantat (Video)



Quelle: Youtube.com

Zahnimplantat ohne Knochenaufbau
Bei mehr als 60% konnte das neue Zahnimplantat ohne Knochenaufbau gesetzt werden.

Wie funktioniert der Knochenaufbau für ein Zahnimplantat?

Der fachliche Begriff für Knochenaufbau lautet Kieferaugmentation. Es handelt sich um das operative Verfahren zum Aufbau des zahnlosen Anteils im Ober- oder Unterkiefer. Weitere Methoden heißen:

  • Sinuslift,
  • Distraktion,
  • Knochenblocktransplantation oder
  • künstlicher Knochen.

Ihr Zahnarzt definiert, ob es an Knochenhöhe im vertikalen Bereich oder Knochenbreite in der Sagittalen oder Transversale fehlt. Für die Rekonstruktion des Kiefers bestimmt er das passende Behandlungsverfahren. Chirurgen ziehen Kieferknochen auseinander, splitten sie oder füllen sie mit künstlichen Materialien auf. Die Therapien sind unterschiedlich aufwendig und verursachen ebenso differenzierte Kosten.





Vorteile eines Knochenaufbaus

Die Erfahrung behandelnder Ärzte zeigt, dass ein dichteres Knochenvolumen ein Zahnimplantat wesentlich besser annimmt und hält als ein durchlässiger Knochen. Um den Erfolg der Behandlung zu gewährleisten, sollte der Kieferknochen so hoch und dick wie möglich sein. Neben dem Schaffen eines stärkeren Knochenvolumens dient die Implantation von sogenanntem Knochenersatzmaterial dazu, das natürliche Wachstum des Knochens anzuregen. Der Bestand an Kieferknochen lässt sich mit dem von Muskeln vergleichen. Trainieren Sie Ihre Muskeln nicht, schwinden diese. Nutzen Sie Ihren Kieferknochen nicht, bildet er sich zurück. Ein Zahnimplantat übernimmt die Funktion eines natürlichen Zahns und belastet den Knochen physiologisch. Die Stimulation wirkt sich positiv auf den gesamten Mundraum und alle Zähne aus. Das Risiko für Zahnverlust flaut ab.



Zahnimplantate Oberkiefer & Unterkiefer
75% haben Zahnimplantate überwiegend im Oberkiefer. 10% nur im Unterkiefer.

Was andere Leser und Leserinnen zum Thema Knochenaufbau meinen

Nicht alle Patienten sind von der Diagnose eines notwendigen Knochenaufbaus begeistert. Die zusätzliche Behandlung bedeutet eine Verzögerung und schraubt Kosten für ein Implantat in die Höhe:

  • Ein Patient erzählt, dass er komplett auf das Implantat verzichten wollte, als der Zahnarzt ihm zuerst zu einer Knochenblock-Transplantation riet. Immerhin dauert die Heilung für diesen Eingriff allein etliche Wochen und die Krankenkasse trägt nur einen geringen Anteil der Mehrkosten. Er sagt: „Letztendlich hat alles funktioniert und ich möchte meine neuen Implantate nicht missen.“ Dennoch: Jüngere Menschen, die noch im Berufsleben stehen, können sich die häufigen Fehlzeiten bei einer rund einjährigen Behandlungsdauer nicht immer erlauben. Sie sollten die Behandlungszeiten in einer Praxis durchführen lassen, die weit gefasste Öffnungszeiten hat, damit die Behandlungen nicht allzu oft mit der Arbeitszeit in Konflikt geraten.
  • Doch es gibt auch negative Erfahrungen, wie diese Aussage zeigt: „Aus dem schnellen Zahnersatz ist nichts geworden. Ich würde mich der Prozedur des Knochenaufbaus kein zweites Mal unterziehen.“

Meine Vorschläge zum Knochenaufbau für ein Zahnimplantat:

  • Wägen Sie das Pro und Contra gut ab: In weit fortgeschrittenem Alter empfehle ich eine alternative Zahnersatzvariante.

  • Holen Sie vor Beginn der Therapie eine zweite fachärztliche Einschätzung ein.

  • Und noch ein Rat: Vergleichen Sie Zusatzkosten und fragen Sie Ihre Krankenkasse nach Kostenübernahme.

  • Klären Sie mit Ihrem Arbeitgeber sowie Familie und Freunden die Auswirkungen einer langen Behandlungszeit. Sie werden vermutlich das ein oder andere Mal um Verständnis für Unpässlichkeiten bitten müssen.

Weiterführende Infos zu Zahnimplantate:

Zahnimplantate bei wenig Knochenangebot

Zahnimplantat Knochenaufbau Kosten

Material Knochenaufbau Zahnimplantat

Wie hoch mein Eigentanteil für ein Zahnimplantat ?

Interview mit Laura von Kontz (Bestezahnimplantate.de)


Übersicht häufigste Zahnprobleme - Fragen und Antworten

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