Kosten beim Zahnarzt

Interview mit Dr. Gelencsér von Zahnarzt-ungarn-heviz.de



Wir haben Herrn Dr. Gelencsér ein paar Fragen zum Thema Zahnbehandlung in Ungarn gestellt und danken ihm sehr herzlich für seine interessanten Antworten:


Ihre Homepage ist sehr ansprechend und höchst informativ. Sie erhalten vermutlich online mehr Anfragen als per Telefon?

Dr. Gelencsér: Wir leben im digitalen Zeitalter, wo man alles selbst auf dem Handy mal schnell erreichen kann. Dank informativen zahnmedizinischen Inhalten landet unsere Webseite ganz oben bei den Suchergebnissen. Auf unserer Webseite kann man uns nicht nur direkt anschreiben und gleich Dokumente mitschicken, wir bieten auch eine schnelle, persönliche Art der Kommunikation. Man kann mit unseren Kolleginnen auch chatten. Die meisten Anfragen erreichen uns daher online, und diese Tendenz nimmt deutlich zu.
Kostenlose Rufnummer aus den deutschsprachigen Ländern stehen auch zur Verfügung, aber meistens findet man diese auch erst auf der Webseite. Telefonisch kontaktieren uns eher schon bestehende Patienten, oder halt die ältere Generation, die sich im Internet nicht auskennen. Wir erhalten sogar noch auch fast jede Woche handgeschriebene Briefe mit Anfragen.
Um auf den Punkt zu kommen, ja, uns erreichen überwiegend online Anfragen.



Können Sie einen bestimmten Trend feststellen? Kommen immer mehr Patienten aus Deutschland zu Ihnen?

Dr. Gelencsér: Als Trend könnte man vielleicht den sog. Zahnurlaub nennen - das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden, um mehr von der ganzen Geschichte zu profitieren.
Die meisten Patienten kommen definitiv aus Deutschland, und das hat verschiedene Gründe. Unsere Zahnklinik befindet sich in Hévíz, wo sich wiederum der größte Thermalsee Europas, ein Mekka für Kurzurlauber, befindet. Die Balatonregion ist für die Deutschen auch kein weißer Fleck auf der Landkarte, viele haben hier einen zweiten Wohnsitz.
Ein weitaus trauriger Trend scheint zu sein, was die Patienten in ihren Anfragen auch schildern, dass man sich die Zahnbehandlungen in Deutschland nicht mehr leisten kann.
Dazu kommt noch, dass die Inhalte unserer Webseite in deutscher Sprache sind, und auch die Patientenbetreuung in Wort und Schrift auf Deutsch erfolgt. Ich nehme an, das ist auch extrem wichtig, denn wo käme man schon hin ohne eine gleiche Kommunikationsbasis?



Aus welchen Ländern kommen die Patienten zu Ihnen?

Dr. Gelencsér: Die meisten Patienten kommen wie gesagt aus Deutschland, und der Rest kommt auch aus dem deutschsprachigen Raum: aus Südtirol, Österreich, der Schweiz, aber auch aus Italien und Frankreich. Es gibt auch viele aus Russland, was wieder den Kurmöglichkeiten in Hévíz zuzuschreiben ist. Unser Empfangsteam spricht mehrere Fremdsprachen, so können wir uns problemlos verständigen.



Welche Art von Zahnersatz wird bei Ihnen am häufigsten angefragt?

Dr. Gelencsér: Am begehrtesten sind die verschiedenen Arten von festsitzendem, herausnehmbarem Zahnersatz und die implantatgetragenen Lösungen. Solange noch erhaltungswürdige Restbezahnung vorhanden ist, bietet sich die Teleskopprothese als Ideallösung. Die verhassten Vollprothesen sind heute dank der Implantattechnologie als Deckprothesen für implantatgetragene Stegkonstruktionen realisierbar für eine viel bessere Lebensqualität. Die kann man aber fast nicht mehr finanzieren. Die Anfragen richten sich daher verständlicherweise in erster Linie auf die Preise. Es ist ja kein Geheimnis, dass sowas in den östlichen EU-Ländern günstiger und auch schneller geht.



Zahnersatz aus Ungarn wird auch von den deutschen Krankenkassen bezuschusst?

Dr. Gelencsér: Ungarn ist ein EU-Land, deshalb gelten hier dieselben Bezuschussungsrichtlinien für die Zahnbehandlungen. Unsere Heil- und Kostenpläne müssen zuerst bei der zuständigen Krankenkasse zur Genehmigung eingereicht werden. Die Behandlung muss vom Patienten vorerst selbst finanziert werden, den festgelegten Zuschussbetrag bekommt er dann von der Kasse zurückerstattet.
Mit der größten Krankenversicherung Deutschlands, der Techniker Krankenkasse, steht unsere Zahnklinik sogar unter Vertrag, sodass wir Versicherten der TK mit einer schnelleren Abwicklung und Sofortabrechnung entgegenkommen können. In diesem Fall hat der Patient nur den Eigenanteil vor Ort zu zahlen, der Zuschussbetrag wird direkt abgezogen und nicht erst hinterher erstattet. Das spricht auch sehr viele Interessenten an. Von einigen wissen wir sogar, dass sie aus solchen Gründen die Kasse gewechselt haben.



Wenn ich Deutschland für ein Zahnimplantat mit Knochenaufbau ca. 2.500 Euro zahle, wie viel weniger würde ich gegebenenfalls weniger bei Ihnen für diese Behandlung zahlen?

Dr. Gelencsér: Wenn man behauptet, dass Zahnbehandlung in Ungarn um bis zu 70 Prozent günstiger sind, dann ist diese Frage gerade eine gute Grundlage, um das zu prüfen. Bei einem Zahnimplantat muss man mindestens mit 650 Euro rechnen, der Knochenaufbau kostet je nach Umfang ab 250 bis zu maximal 600 Euro, dann ist man auch schlimmstenfalls nur bei der Hälfte der deutschen Kosten.



Warum ist Ihr Zahnersatz aus Ungarn besser als der aus Deutschland?

Dr. Gelencsér: Dass unser Zahnersatz besser ist, als der aus Deutschland, würde ich nicht direkt behaupten. Die Materialien werden von denselben renommierten Herstellern bezogen, wie das unsere westlichen Kollegen auch tun. Den Unterschied sehe ich viel mehr darin, dass in Ungarn eben dank des Tourismus genügend Fördermittel für das Gesundheitswesen zur Verfügung standen und stehen. Deshalb kann man behaupten, dass viele Privatkliniken in Ungarn auf dem neuesten Stand sind. Dies gilt sowohl dem Instrumentenpark, der Röntgendiagnostik, bis hin zur Ausstattung. Der technische Hintergrund lässt wirklich keine Wünsche offen. Und was die verwendeten Materialien angeht, werden diese, wie bereits erwähnt, von denselben Herstellern bezogen wie in den westlichen EU-Ländern.



Wenn es Probleme beim Zahnersatz gibt, muss der Patient wieder zu Ihnen nach Ungarn reisen?

Dr. Gelencsér: Jein. Es kommt drauf an. Oft können wir bei kleineren Problemen nämlich auch telefonisch helfen. Es kommt schon vor, dass uns Patienten anschreiben oder anrufen, und uns schildern, welche Probleme sie haben. Der behandelnde Zahnarzt wird eingeschaltet, der dann beurteilt, ob da eventuell eine Antibiotika-Kur ausreicht, Kühlen, Wärmen oder Mundspülungen Abhilfe schaffen. Im Ernstfall, wenn man doch nach Ungarn zurück muss, wird jeder Patientenfall nach individueller Beurteilung, entgegenkommend behandelt. Vollprothesenträger können uns zum Beispiel auch per Post ihre Prothesen zur Reparatur schicken. Das ist auch schon mal vorgekommen.



Haben Sie für deutsche Patienten Kooperationspartner in Deutschland, wenn Probleme beim gesetzten Zahnersatz entstanden sind?

Dr. Gelencsér: Zum Glück können wir behaupten, dass Probleme, die Nachbehandlungen erfordern, eher selten sind. Selbstverständlich sind wir aber auch auf sowas vorbereitet. Unsere Kooperationspraxen deutschlandweit stehen in vielen Fällen zur Verfügung.



Kann Ihnen der Patient seinen Kosten- und Heilplan per Post zusenden und erhält dann von Ihnen ein Angebot?

Dr. Gelencsér: Wir sind da sehr flexibel: wir erhalten jeden Tag viele Anfragen auf den verschiedensten Wegen, der Postweg ist vielleicht der, der am seltensten vorkommt. Außer vielleicht faxen, das geht aber auch. Das hat auch sicherlich mit der technischen Entwicklung zu tun, auf die wir uns bestens vorbereitet haben. Schneller als mit der Post erreichen uns Anfragen via E-Mail. Auf unserer Webseite haben die Interessenten noch zwei weitere Möglichkeiten: man kann Kontaktformulare benutzen und gleich die Anlagen mitschicken. Oder man kann im Chatfenster mit einer Kollegin schreiben, und ihr die Unterlagen schicken. Es ist ganz einfach. Die Gegenangebote werden dann auf dem gewünschten Weg zurückgeschickt.



Erkennen Sie bestimmte Trends in der Zahnmedizin ? Ersetzt das Zahnimplantat immer mehr die Zahnprothese?

Dr. Gelencsér: Ja. Implantate setzen ist mittlerweile tägliche Routine. Die diagnostischen Voraussetzungen sind besser denn je, und die moderne Technologie ermöglicht in immer mehr Fällen eine Implantatbehandlung. Das bedeutet in den letzten 3-5 Jahren einen erheblichen Zuwachs. Mittlerweile werden an unserer Zahnklinik bis zu 2000-2500 Implantate im Jahr gesetzt. Durch diese Routine können auch schwierigere Fälle gelöst werden.



Welches sind für Sie die häufigsten Probleme bei Zahnimplantaten?

Dr. Gelencsér: Gerade durch die große Routine, ergänzt durch modernsten Instrumentenpark kommt es immer seltener zu Komplikationen. Selbst bei weniger Knochensubstanz kann man dank Implantate, die stets weiter perfektioniert werden, Implantatbehandlungen erfolgreich durchführen. Heutzutage gelten Diabetes und starkes Rauchen auch nicht unbedingt als Kontraindikation.

Video Zahnarzt in Heviz / Zahnbehandlung in Ungarn



Weitere Infos zu Gelencsér Dental - Zahnklinik Ungarn finden Sie hier





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