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Endokarditis

Inhaltsverzeichnis:

» Wie definiert sich der Zusammenhang zwischen Endokarditis und Zahnmedizin?

» Endokarditis - Symptome und Behandlung | Dr.Heart

» Welche zahnmedizinischen Ursachen führen zu einer Endokarditis?

» Symptome und Krankheitsverlauf bei der Endokarditis

» Wie diagnostizieren Ärzte eine Endokarditis?

» Welche Therapie hilft gegen die Endokarditis?

» Vorbeugende Maßnahmen in der Zahnmedizin

» Fazit

Wie definiert sich der Zusammenhang zwischen Endokarditis und Zahnmedizin?

Hinter einer Endokarditis verbirgt sich eine Entzündung der Herzinnenhaut (Endokard). Einen Auslöser für diesen Prozess stellen unbehandelte Zähne dar. Gelangen Kariesbakterien ins Zahninnere, kommt es zu einer Entzündung des Zahnmarks (Pulpa dentis). Bleibt diese unbehandelt, dringen Erreger in die Blutbahn ein. Sie setzen sich im Endokard, der das Herz von innen auskleidenden Bindegewebsschicht, fest. Daraus resultiert eine Entzündung der Herzinnenhaut. Eine infektiöse Endokarditis ist selten, endet ber oft tödlich, da die Bakterien das Endokard zerstören.


Endokarditis - Symptome und Behandlung | Dr.Heart (Quelle Youtube)


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Welche zahnmedizinischen Ursachen führen zu einer Endokarditis?

Durch Entzündungen an Zähnen und Zahnfleisch erhöht sich das Risiko einer infektiösen Endokarditis. Zahnmedizinische Hauptursache für den Entzündungsprozess an der Herzinnenhaut sind Erreger der Gattung Staphylokokken. Die häufigste Form nennt sich Staphylococcus aureus. Sie gelangen durch kleinste Wunden im Mundraum (Mundhöhle, lateinisch Cavitas oris) in die Blutbahn.

Die bakterielle und infektiöse Endokarditis betrifft vorrangig Personen mit vorgeschädigter Herzinnenhaut. Risikopatienten sind Menschen mit:

  • angeborenem Herzfehler,
  • bereits überstandener Endokarditis,
  • Herzklappenersatz (artificial heart valve),
  • rekonstruierten Klappen aus alloprothetischem Material.
Schwemmen im Rahmen einer operativen Zahnbehandlung zahlreiche Bakterien ins Blut, kommen sie als Auslöser einer Endokarditis infrage. Das geschieht beispielsweise, wenn vor der Behandlung keine Endokarditisprophylaxe stattfindet.



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Symptome und Krankheitsverlauf bei der Endokarditis

Lösen Staphylokokken die Endokarditis aus, äußert sie sich durch plötzlich auftretende Symptome. Diese schreiten in ihrer Ausprägung schnell voran. Charakteristisch sind:

  • Blässe,
  • Tachykardie,
  • Schüttelfrost,
  • Schwäche,
  • Fieber,
  • Gelenk- und Muskelschmerzen sowie
  • Bewusstseinstrübung.
Bei einer schweren Form kommt es von Herz- und Niereninsuffizienz bis zum Organversagen. Der Entzündungsprozess der Herzinnenhaut verursacht Auflagerungen an den Herzklappen. Lösen sich infektiöse Stückchen, gelangen sie in die Blutbahnen. Sie verschließen kleine Gefäße, sodass Betroffene eine Embolie erleiden. Septische Embolien lösen unterschiedliche Endokarditis-Symptome aus:
  • Milzinfarkt,
  • Niereninfarkt,
  • Hirninfarkt
  • Lungeninfarkt
  • Einblutungen in der Haut,
  • Kopfschmerzen,
  • Somnolenz,
  • Gefäßverschlüsse sowie Einblutungen in die Netzhaut.


Wie diagnostizieren Ärzte eine Endokarditis?

Für die Diagnose einer Endokarditis beginnt der Arzt mit der Anamnese. Er erkundigt sich nach der Krankengeschichte des Betroffenen. Das Hauptaugenmerk liegt auf vorangegangenen oder bestehenden:

  • Operationen (medizinisch oder zahnmedizinisch),
  • Infekten,
  • Autoimmunerkrankungen sowie
  • Konsum von Drogen.

Im Rahmen einer körperlichen Untersuchung hört der Arzt das Herz ab. Es folgt eine Messung der Körpertemperatur. Liegt der Verdacht einer Endokarditis vor, kommt es zu einer Ultraschall- oder Echokardiografie. Weitere Untersuchungen schließen sich bei einer festgestellten Auffälligkeit an. Dazu gehört ein transösophageales Echokardiogramm (TTE).

Für die Diagnosestellung erhält eine Blutuntersuchung Relevanz. Sie gibt Aufschluss über Erreger, die eine infektiöse Endokarditis auslösen. Finden die Ärzte anhand des Blutbilds keine Ursache für den Entzündungsprozess, kommt es zu weiteren Untersuchungen wie einer Magnetresonanztomografie (MRT) oder der Entnahme einer Gewebeprobe aus der Herzinnenhaut. Der Fachbegriff lautet Endokardbiopsie.

Bei einer schwer stellbaren Diagnose empfehlen sich Untersuchungen wie Computertomographie Positronen-Emissions-Tomographie (PET/CT).


Welche Therapie hilft gegen die Endokarditis?

Die Behandlung einer Endokarditis orientiert sich an deren Ursprung und Schweregrad. Bei einer durch Bakterien ausgelösten Form entscheiden sich die Ärzte für eine schnelle Antibiotikatherapie.


Vorbeugende Maßnahmen in der Zahnmedizin

In der Zahnmedizin stellt die zahnärztliche Endokarditisprophylaxe eine vorbeugende Maßnahme dar. Sie verhindert die Entstehung der bakteriellen Endokarditis. Vorrangig nehmen Zahnärzte sie vor operativen Eingriff an Zahnfleisch und Zähnen vor. Hier erfolgt die Operation unmittelbar im Bereich eines entzündlichen Prozesses. Das begünstigt das Ausschwemmen von Erregern in den Blutkreislauf.

Bei der medikamentösen Endokarditisprophylaxe erhalten die Patienten Antibiotika. Das geschieht vor einer Wurzelbehandlung oder einer Zahnextraktion. Die Maßnahme findet unmittelbar vor der Behandlung statt. Die Patienten nehmen Antibiotika in Form einer Tablette 30 bis 60 Minuten vor dem Eingriff ein. Das Ziel ist es, zu verhindern, dass sich in den chirurgisch traumatisierten Geweben krankmachende (pathogene) Keime etablieren. Die Art des Antibiotikums richtet sich nach den angenommenen zu bekämpfenden Mikroorganismen sowie den Vorerkrankungen des Patienten. Bei ungeplanten zahnmedizinischen Operationen kann die Antibiotikagabe bis zwei Stunden nach der Behandlung erfolgen.


Fazit über Endokarditis

  • Endokarditis als Entzündung der Herzinnenhaut
  • durch kleine Wunden oder im Rahmen einer Operation eingedrungene Bakterien als Auslöser
  • unbehandelte Zähne führen zur Ausbreitung von Keimen bis in die Blutbahn
  • Fieber, Schüttelfrost bis zu Organversagen als typische Symptome
  • Behandlung mit Antibiotika
  • Endokarditisprophylaxe beim Zahnarzt als vorbeugende Maßnahme

Quellen:

https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-540-79011-2_15 Flesch M. (2009) Erregerbedingte Endokarditiden. In: Erdmann E. (eds) Klinische Kardiologie. Springer, Berlin, Heidelberg. https://doi.org/10.1007/978-3-540-79011-2_15

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16953053/ Ito HO. Infective endocarditis and dental procedures: evidence, pathogenesis, and prevention. J Med Invest. 2006 Aug;53(3-4):189-98. doi: 10.2152/jmi.53.189. PMID: 16953053.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC481451/pdf/brheartj00144-0006.pdf

https://www.aafp.org/afp/2012/0515/afp20120515p981.pdf

https://www.zahnarzt-drseidel.de/news/endokarditisprophylaxe.html

https://www.swissdentaljournal.org/fileadmin/Upload-SDJ/2_Magazin/4_Pdf/2021-03_endokarditis_D.pdf

https://www.ahajournals.org/doi/epub/10.1161/01.CIR.98.25.2936

https://www.dhm.mhn.de/de/kliniken_und_institute/klinik_fuer_herz-_und_gefaessc/medizinische_leistungen/chirurgie_bei_erworbenen_herzf/fachwissen/herzkrankheiten/herzklappen/infektioese_endokarditis.cfm

https://www.meduniwien.ac.at/hp/kinderherzzentrum-wien/fachinformation-herz-abc/haeufige-fragen/endokarditis-und-endokarditisprophylaxe/

Buch S. 560: Mitchell, Laura: Oxford Kompendium der Zahnheilkunde/Laura Mitchell und David A. Mitchell – München ; Wien : Hanser, 1995 Einheitssacht.: Oxford handbook of clinical dentistry (dt.) ISBN 3-446-17299-8



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