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Zahnimplantat – was tun bei einer Unverträglichkeit?

Reintitan ist ein Material, das besonders gut verträglich ist. Jedoch kann es durch minimale Verunreinigungen des Materials mit Nickel oder Zinn zu einer allergischen Reaktion kommen. Dies gilt insbesondere für sehr empfindliche Patienten. Erst durch die hervorragende Verträglichkeit des Titans ist die moderne Implantologie möglich. Eine Abstoßungsreaktion infolge einer Allergie ist für Titan nicht bekannt. Dennoch kann es zu unklaren Beschwerden kommen, die dazu führen können, dass das Implantat nicht im Kieferknochen einwächst. Kommt es nach längerer Zeit mit dem Implantat zu diffusen Beschwerden, für die sich keine Ursache finden lässt, ist meist eine Unverträglichkeit der Grund.



Zahnimplanat Unverträglichkeit
Bei mehr als 52% bestand keine Materialunverträglichkeit bei Zahnimplantaten vor. Immerhin 36% haben die Unverträglichkeit nicht testen lassen.

Was ist eine Unverträglichkeit?

Eine Unverträglichkeit läuft über einen anderen immunologischen Mechanismus ab wie eine Allergie. Es kommt zu einer übersteigerten Reaktion des Immunsystems mit erhöhter Entzündungsbereitschaft bei Kontakt mit Titanpartikeln, die beispielsweise durch Abrieb entstehen können. Es handelt sich um eine eher unspezifische Reaktion des Immunsystems, im Gegensatz zu einer Allergie. Mithilfe eines Titan-Simulationstests kann der Zahnarzt prüfen, ob der Körper mit einer erhöhten Entzündungsbereitschaft auf Titanpartikel reagiert.



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Symptomatik bei einer Unverträglichkeit

Eine klassische Allergie geht mit Haut- oder Schleimhauterscheinungen einher. Es kommt zu juckender Haut oder anderen Reizsymptomen. Die Unverträglichkeit zeigt meist keine klar zu definierende Reizsymptomatik. Meist entsteht der Verdacht, dass eine Unverträglichkeit vorliegt, durch Beschwerden oder Symptome, die nicht mit anderen Reaktionsmustern des Körpers zu erklären sind. Zum Beispiel ist es normal, dass in der ersten Zeit nach dem Einbringen des Implantats ein Druckgefühl entsteht. Kommt es nach Monaten zu einem Druckgefühl, lässt sich dies nicht durch die Operation erklären. Hier ist eine Unverträglichkeit die wahrscheinlichste Erklärung. Unklare Symptome, wie lokale oder diffuse Schmerzen, Haut- oder Schleimhauterscheinungen, erhöhter Speichelfluss oder Gelenkbeschwerden, können auf eine Unverträglichkeit hinweisen. Sie müssen jedoch nicht mit einer Unverträglichkeit in Zusammenhang stehen.

Patienten, die bereits an Allergien leiden, eine Erkrankung des rheumatischen Formenkreises haben oder die von chronisch entzündlichen Erkrankungen betroffen sind, haben eine höhere Reaktionsbereitschaft als Patienten, die immunologisch eher unauffällig sind. Eine genetisch bedingte Entzündungsneigung kann ebenfalls eine Unverträglichkeit begünstigen. Circa 15 % der Bevölkerung zeigen diese genetisch bedingte Entzündungsneigung.

Was Sie bei nachgewiesener Unverträglichkeit tun können

Die immunologische Reaktion entsteht durch den Austausch von Metall-Ionen an der Oberfläche des Implantats. Wenn Ihr Zahnarzt die Oberfläche mit einem Keramik-Überzug versiegelt, kann kein Austausch mehr stattfinden. Diese Behandlung hat sich auch bewährt, wenn Spuren von Nickel oder Zinn im Titan zu finden sind und beim Patienten eine Allergie auslösen. Eine weitere Möglichkeit ist der Einsatz von Keramik-Zahnimplantaten. Diese stellt der Zahntechniker aus Zirkonoxid her. Sie sind weiß und besonders im Frontzahnbereich stellen sie eine gute Alternative für Titan-Implantate dar.





Und das sagen andere Leser*innen dazu

Diese Erfahrungen haben Leser*innen mit Entzündungen am Zahnimplantat gemacht:

  • Ein Leser führt an, dass es keine belegte Titanallergie gibt, denn „genau das ist der Grund, warum Titan als Ersatzmaterial für Chirurgenstahl Verwendung findet“.
  • Chirurgenstahl oder Silber enthält in vielen Fällen Nickel oder Zinn, wodurch die Probleme mit allergischen Reaktionen entstehen. Das Titan selbst löst keine allergische Reaktion aus.

Dr. Wolfgang Koch - Unverträglichkeiten von Zahnmaterialien (Video)


Quelle: Youtube.com

Meine Empfehlung, wenn Sie zu den Risikopatienten für eine Unverträglichkeit gehören

  • Gehen Sie auf Nummer sicher und reden Sie mit Ihrem Zahnarzt darüber. Er hat verschiedene diagnostische Möglichkeiten, eine Unverträglichkeit im Vorfeld zu diagnostizieren.
  • Wenn Sie zu den Risikopatienten gehören, können Sie sich ein mit Zirkonoxyd überzogenes Zahnimplantat einsetzen lassen oder gleich ein vollständiges Keramikimplantat vorziehen.

Weiterführende Infos zu Zahnimplantate:

Krank durch Zahnimplantat

Zahnimplantat eitert

Zahnimplantate Risiken

Mehr Zuschuss für Kronen bei Allergien gegen Metalle

Was kostet Knochenaufbau für Zahnimplantate ?

Das kosten Zahnimplantate

Zahnbrücke Allergie



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