Kosten beim Zahnarzt

Zahnfleischbehandlung Kosten

Der Leistungskatalog der GKV ist stark gestrafft. Nicht alle Kosten werden übernommen, auch wenn der Patient am Zustand bzw. der Erkrankung seiner Zähne offenkundig gar keine Schuld trägt. Denn es geht beim Solidaritätsprinzip, nach dem die Krankenkassen der GKV handeln, nicht nach der Schuldfrage, sondern darum, ob ein Zahn erhalten werden kann. Insbesondere wenn das Zahnfleisch betroffen ist, stellt sich allerdings die Frage, ob nicht auch die Zähne gefährdet sind. Denn geht das Zahnfleisch zurück, dann lockern und lösen sich die Zähne, die im Zahnfleisch eigentlich, wenn dieses gesund ist, eine feste Verankerung haben. Die Kosten übernimmt die Krankenkasse auch nur dann, wenn eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis) vorliegt. Bestimmt wird diese im Rahmen der Diagnostik mit der Hilfe einer Sonde nach dem PSI-Code. Eine Gingivitis liegt bei den PSI-Codes 1 oder 2 vor. Bei PSI-Code 3 oder 4 liegt eine Parodontitis vor.

Zahnreinigung zufrieden
71 % sind mit dem Ergebnis ihrer Zahnreinigung zufrieden.


Voraussetzungen für die Kostenübernahme durch die GKV

Eine Zahnfleischbehandlung muss zudem von Zahnarzt und Patient geplant und bei der GKV beantragt werden. Damit von der GKV Kosten für eine Zahnfleischbehandlung übernommen werden, ist dafür im Wesentlichen nötig, das der Patient eine sorgsame Mundhygiene betrieben hat und die Vorbehandlung erfolgreich abgeschlossen bzw. die Klärung der Langzeitprognose der Zähne durch den Zahnarzt erfolgt ist. Insbesondere müssen die Zähne frei von Zahnstein sein und der Patient muss eine Anleitung für die richtige Mundhygiene erhalten haben. Zudem muss überprüft werden, ob der Patient mit seiner Mundhygiene auch gut zurecht kommt. Ebenso wird dem Patienten eine zahngesunde Ernährung vorgeschlagen. Und die Zähne und das Zahnfleisch müssen frei von Reizfaktoren sein, insbesondere von sogenannten weichen Belägen. Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, übernimmt die Krankenkasse auch die komplett Kosten für die eigentliche sogenannte Parodontalbehandlung. Es handelt sich im Rahmen der Leistungen der GKV nämlich um einen Präventionsbehandlung, die maßgeblich dazu beitragen kann, dass der Zahn erhalten bleibt.





Lange Vorbehandlung nötig

Bevor die eigentliche Zahnfleischbehandlung beginnen kann, ist es wichtig, dass der Patient nicht nur seine Mundhygiene verbessert, sondern auch, dass eine oder mehrere professionelle Zahnreinigungen (PZR) durchgeführt worden sind. Deren Kosten trägt die GKV nicht. Der Patient muss dafür selbst zahlen. Im Rahmen dieser eigentlichen Prohylaxe Maßnahme werden die Zähne und die Zahnzwischenräume gründlich gereinigt und poliert. Des Weiteren können bei einer vorliegenden Parodontitis noch weitere Leistungen des Zahnarztes notwendig werden. Diese werden ebenfalls nicht von der GKV übernommen. Dazu kann eine Lasertherapie gehören oder der Einsatz von Knochenaufbaumaterialien, damit die Voraussetzungen für eine Zahnfleischbehandlung geschaffen werden. Ebenso erforderlich ist in der Regel eine Laborbestimmung der vorhandenen, aktiven Bakterien in den Zahnfleischtaschen sowie das Einbringen von lokalen Antibiotika. Die eigentliche Zahnfleischbehandlung wird allerdings erst nach erfolgreicher Parodontal-Vorbehandlung vorgenommen. Wenn keine Aussicht auf eine weitere Verbesserung der Mundsituation besteht, wird die eigentliche Zahnfleischbehandlung auch von der GKV kostenmäßig übernommen. In besonders schweren Fällen ist es vielleicht nötig das Zahnfleisch zu eröffnen und die Reinigung der Taschen und Wurzelobertaschen vorzunehmen. Ohne eine entsprechende Vorbehandlung ist es nicht möglich eine Zahnfleischbehandlung durchführen zu lassen. Die Krankenkasse genehmigt auch nur diese Therapie, wenn der Patient die erforderlichen Voraussetzungen erfüllen kann. Insbesondere die tägliche Mundhygiene nachzuweisen ist meist recht schwer. Dies trifft insbesondere dann zu, wenn noch keine professionelle Zahnreinigung durchgeführt wurde. Die Vorbehandlung kann aus diesem Grund sehr lange Zeit in Anspruch nehmen. Denn nach einer professionellen Zahnreinigung sollte das Gewebe erst einmal Zeit haben sich wieder zu regenerieren. Das heißt es liegen oftmals zwischen mehreren professionellen Zahnreinigungen, die im Rahmen dieser Vorbehandlung sehr wichtig sind, mehrere Wochen oder gar Monate. Die ist natürlich eine sehr lange Zeit, wo gleich mehrere Termine beim Zahnarzt wahrgenommen werden müssen. Doch die Warnzeichen wie Zahnfleischbluten - 21 Fragen und Antworten dürfen eben nicht einfach so ignoriert werden. Ebenso wenig dürfen gelockerte Zähne oder ein unangenehmer Mundgeruch oder eine Schwellung und Rötung des Zahnfleisches einfach so ignoriert werden.

Die Kosten für die Individualprophylaxe richten sich nach Art und Aufwand, die in der Zahnarztpraxis anfallen. Eine Taschensterilisation pro Tasche kostet ca. 18 Euro, eine professionelle Zahnreinigung allerdings ca. 200 Euro pro Anwendung. Häufig wird auch noch eine PDT-Laser-Komplettbehandlung angewandt, die für das gesamte Gebisses mit Kosten von ca. 250 Euro belastet ist.

Bei der eigentlichen Zahnfleischbehandlung handelt es sich um einen zahnerhaltende Maßnahme, weshalb die Krankenkassen der GKV dafür auch die Kosten übernehmen. Wie viel diese kostet, wird dem Patienten aus dem Grund gar nicht bekannt. Privat versicherte müssen schon, damit sie die Kosten für eine Zahnfleischbehandlung wieder erstattet bekommen, diese schon in den Vertrag aufgenommen haben. Es gibt allerdings entsprechende Pakete, in denen auch diese Art von Behandlungen eingeschlossen sind. Allerdings sollte sich der Privat-Versicherte natürlich vor dem Beginn der Behandlung über die mögliche Kostenübernahme informieren. Hinzu kommen dann vielleicht noch die Kosten, die er bei jeder Zahnbehandlung aufwenden muss, weil er einen Selbstbehalt vereinbart hat. Allerdings kann dieser Selbstbehalt auch so gestaltet sein, dass es sich um eine Komplettsumme handelt, die der PKV-Versicherte pro Jahr aufbringen muss. Dieser Betrag sollte allerdings nicht über der Belastungsgrenze liegen, die er auf jeden Fall aufbringen kann für seine Zahnbehandlungen.





Erhaltungstherapie - keine Leistung der GKV

Nach der eigentlichen Zahnfleischbehandlung ist es immer wieder wichtig regelmäßig den Zahnarzt aufzusuchen. Insbesondere wird nach einer Zahnfleischbehandlung eine Erhaltungstherapie nötig. Diese ist allerdings keine Leistung der GKV. Das heißt der Patient muss die Kosten dafür selbst tragen, auch wenn es sich bei Parodontitis um eine chronische Erkrankung handelt. Das heißt akute Schübe sind hier durchaus möglich. Dies sorgt für eine erneute Ansammlung von Bakterien in den Zahnfleischtaschen und eine neuerliche Zahnfleischbehandlung wird unter Umständen wieder fällig. Für die Erhaltungstherapie eignet sich insbesondere die professionelle Zahnreinigung. Die Kosten dafür trägt allerdings der Patient selbst. Denn die professionelle Zahnreinigung ist keine Leistung der GKV. Patienten, die gerade eine Zahnfleischbehandlung hinter sich haben, wird empfohlen alle drei Monate zu einem Zahnarzt zu gehen, der die professionelle Zahnreinigung anbietet. Dort werden die Zahnoberflächen und die Zahnfleischtaschen gereinigt. Auf Dauer hilft dies zu verhindern, dass es zu Zahnverlust kommt bzw. dass das Zahnfleisch sich abermals entzündet oder die Parodontitis zurückkommt. Dies geschieht natürlich nur dann, wenn der Patient sich nicht an die tägliche Mundhygiene hält und auch die Termine für die professionelle Zahnreinigung nicht wahrnimmt.

Weiterführende Infos:

Zahnfleischbluten - 21 Fragen und Antworten

Das kostet eine Parodontosebehandlung

Zahnfleisch geht zurück - 21 Fragen und Antworten

Kosten Professionelle Zahnreinigung



Übersicht häufigste Zahnprobleme - Fragen und Antworten

Sie finden hier eine Übersicht der häufigsten Probleme in der Zahnmedizin. Wählen Sie unten ein Thema und erhalten alle Antworten über diese Thematik:

   
   
   
   
   





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