Kosten beim Zahnarzt

Wie hoch mein Eigenanteil für eine Wurzelbehandlung ?

Ist der Zahn durch eine Zahnbehandlung noch zu retten oder nicht? Diese Frage stellt nicht nur der Patient dem Zahnarzt, wenn er wegen Schmerzen bei diesem vorbeisieht. Auch die Krankenkasse fragt wegen der Übernahme der Kosten danach. Dies trifft insbesondere für eine Wurzelbehandlung zu. Denn ist der Zahn durch die Wurzelbehandlung zu retten, zahlt die Krankenkasse einen befundsorientierten Festzuschuss, der dann fast auch alle Kosten einer derartigen Behandlung abdeckt. Die Krankenkasse zahlt die Wurzelbehandlung von einem Backenzahn zum Beispiel dann, wenn dieser Zahn in einer bis dahin noch vollständigen Reihe ohne sonstige Lücken steht und diese dann erhalten bleiben kann. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten ebenfalls, wenn eine einseitige Freiendsituation vermieden werden kann.
Kostenübernahme Wurzelbehandlung Krankenkasse
Bei 62 % der Leser wurden die Kosten für ihre Wurzelbehandlung
von ihrer gesetzlichen Krankenversicherung übernommen.




Wenn der Zahn indes nicht mehr zu retten ist nach der Meinung des Zahnarztes, zahlt die Krankenkasse diese Operation nicht, was dann die Folge hat, dass es nicht nur ein Eigenanteil ist, den der Patient zu tragen hat, sondern die volle Höhe der Behandlung selbst zahlen muss. Allerdings ist es dann fraglich, ob sich der Patient wirklich für die Wurzelbehandlung entscheiden sollte. In der Folge der Extraktion tritt allerdings dann der Fall ein, dass ein Zahnersatz her muss, an dessen Kosten sich die Krankenkasse indes wiederum mit einem befundsorientierten Festzuschuss beteiligt. Die Regelungen sind recht kompliziert auf den ersten Blick, aber dennoch glasklar: Ist der Zahn noch zu retten, beteiligt sich die Krankenkasse auch an dessen Rettung. Dabei liegt der durchschnittliche Festzuschuss, den die Krankenkasse bezahlt, bei ca. 300 Euro. Auf den Patienten kommen denn bis zu 500 Euro Eigenanteil hinzu.

Wurzelbehandlung ja oder nein? Meine persönliche Meinung (Video)


Quelle: Youtube.com

Aufwändige Desinfektion bedeutet höheren Eigenanteil

Die Höhe des Eigenanteils für den Patienten ist letztlich davon abhängig, wie zeitintensiv die Desinfektion des Operationsbereichs ist. Gerade stark gekrümmte Wurzelkanäle, also sehr anfällige und häufig betroffene Bereiche, erfordern oftmals eine recht umfangreiche Behandlung. Die Desinfektion kann der Zahnarzt dabei nicht über die GKV abrechnen. Das heißt diese Kosten gehen voll zu Lasten des Patienten.

Behandlung unter dem Mikroskop - keine Kassenleistung

Wenn der Patient eine weitergehende Behandlung wünscht, erfolgt diese in der Regel unter dem Mikroskop. Auch dies kann die Höhe der Eigenleistung des Patienten noch einmal in die Höhe treiben. Denn bei dieser Art der Vornahme einer Wurzelbehandlung handelt es sich um eine Privatbehandlung, die vom Patienten in voller Höhe zu zahlen ist. Die Mikroskopische Endodontie, also der Mikroskopeinsatz bei der Wurzelbehandlung wird vor allem dann nötig, wenn das Operationsfeld recht beengt ist. Dabei kann die Trepanation des Zahns, also dessen "Aufbohren" schon 30 Minuten in Anspruch nehmen. Die Mikroskopische Endodontie gilt als "neuartige Behandlungsmaßnahme", die als eigenständige Behandlung eingestuft wird von der GKV. Da eine derartige Behandlung schon mal 2 bis 3 Stunden dauern kann (teils auch länger) muss hier schon mit einem Aufwand an Kosten von 500 Euro bis 1000 Euro gerechnet werden. Und genauso hoch ist dann auch der Eigenanteil von einem Patienten, der in der GKV versichert ist. Bei Privatpatienten hängt die Höhe des letztlich zu tragenden Eigenanteils vom Tarif bzw. der Höhe der Erstattung ab. Die PKV gibt sich dabei gegenüber neuen Behandlungsmethoden etwas kulanter. Allerdings muss eine Wurzelbehandlung an sich im gewählten Tarif der PKV enthalten sein.

Wurzelbehandlung Zähne erfolgreich
Bei 45 % der Leser war die Wurzelbehandlung bei ihrem Zahnarzt erfolgreich.


Behandlung mit dem Softlaser - keine Kassenleistung

Auch die Kosten für eine sogenannte Photodynamische Therapie, die mittels eines Softlaser durchgeführt wird, gehört nicht zu den Kassenleistungen der GKV. Das heißt die Kosten für das Abtöten von Bakterien im Wurzelkanal muss der Patient, wenn diese vom Zahnarzt empfohlen wird bzw. der Patient diese wünscht, selbst tragen. Auch wenn sich diese Methode im Rahmen der Wurzelbehandlung in der Praxis bewährt hat, wird diese nicht von der GKV übernommen, da sie als nicht wirtschaftlich, sprich als zu teuer gilt. Von der Krankenkasse indes getragen wird im Rahmen der „kassenwirtschaftlichen Methoden“ das Austrocknen der Kanäle. Doch der Eigenanteil für die Photodynamische Therapie, also für den Einsatz des Softlasers beträgt gerade einmal für den Patienten Kosten von ca. 120 Euro. Dadurch sind dann aber auch alle Bakterien im Wurzelkanal abgetötet und es kommt in den meisten Fällen zu keiner Nachbehandlung wegen einer Entzündung, weil noch Rest-Bakterien in den Kanälen verblieben sind. Diese Nachbehandlung zahlt die Krankenkasse paradoxerweise dann wieder. Allerdings auch nur dann, wenn dem Patienten nicht nachgewiesen werden kann, dass er seine Mundhygiene vernachlässigt hat nach der erfolgten Wurzelbehandlung.

Weiterführende Infos zu Eigenanteile:

Wie hoch mein Eigentanteil für eine Zahnkrone ?

Wie hoch mein Eigentanteil für ein Zahnimplantat ?

Wie hoch mein Eigentanteil für Zahnbrücken ?

Wie hoch mein Eigentanteil für Zahnprothesen ?



Übersicht häufigste Zahnprobleme - Fragen und Antworten

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