Kosten beim Zahnarzt

Wann gibt es doppelten Festzuschuss für Zahnersatz?

Als im Jahr 2005 das System mit den Festzuschüssen für Zahnersatz eingeführt wurde, befürchteten viele Patienten zurecht, dass sie in Zukunft sehr viel mehr an Eigenleistung aufbringen müssen, als bisher. Und dies ist tatsächlich auch so eingetroffen. Denn während die Preise für Zahnersatz, insbesondere für deren Herstellung in die Höhe schossen, wurden auch die Zahnarzthonorare angeglichen. Dies führte dazu, dass seit einigen Jahren es gängige Praxis ist, dass der Patient bei Zahnersatz lediglich 50 Prozent der Kosten nur noch erstattet bekommt, und zwar auch nur dann, wenn er die Regelversorgung wählt. Entscheidet sich der Patient für eine höherwertige Versorgung, kann der Eigenanteil schon wesentlich höher liegen. Etwas Entlastung scheint auf den ersten Blick die lückenlose Führung des Bonushefts zu bringen, was dem Patienten immerhin noch einmal 20 Prozent bzw. 30 Prozent mehr an Bonus bringt, wobei sich diese Prozentsätze darauf beziehen, dass diese sich vom Grundbetrag berechnet werden.

Zuschuss Krankenkasse für Zahnersatz
97 % sind der Meinung, dass die Krankenkasse bei Zahnersatz mehr
bezuschussen sollte.




Das heißt die Höhe des Festzuschuss liegt allenfalls bei 60 bzw. 65 Prozent. Es gibt allerdings auch Patienten, denen das von der finanziellen Situation her nicht ausreicht. Denn sie verdienen nicht so viel oder erhalten nur Harzt IV oder Arbeitslosengeld. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit in bestimmten Lebenssituationen den doppelten Festzuschuss bei der Krankenkasse zu beantragen. Dieser Antrag muss dann direkt mit dem Heil- und Kostenplan bei der Krankenkasse eingereicht werden. Dabei schlägt man als Patient gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Man erhält die Möglichkeit dem Zahnarzt ganz unverfänglich mitzuteilen, dass man im Moment finanziell in einer recht bescheidenen Situation ist und kann gleichzeitig den Antrag bei der Krankenkasse stelle.

Härtefall

Den doppelten Festzuschuss gibt es automatisch für alle Arbeitslosen und Hartz IV-Empfänger und auch für Kinder. Des Weiteren fallen auch diejenigen in die Gruppe derer, die den doppelten Festzuschuss erhalten, die als Härtefall gelten. Das heißt wenn die Patienten über ein nur geringes Einkommen verfügten. Die Bemessungsgrenze dafür wird Jahr für Jahr aufs neue festgelegt. Der Antrag auf Härtefall löst automatisch bei der Krankenkasse den Fall aus, dass diese den doppelten Festzuschuss bezahlt. Doch dies bezieht sich natürlich auch wieder nur auf die Regelversorgung. Wählt der Patient dann einen höherwertigen Zahnersatz, werden die Kosten für diesen natürlich auch durch den doppelten Festzuschuss nicht vollständig gedeckt. Im Rahmen dieser Regelung gibt es noch den gleitenden Härtefall. Dieser trifft zu, wenn der Patient ein geringfügig höheres Einkommen hat, als dass es die Bemessungsgrenze eigentlich zulässt. In diesem Fall zahlt die Krankenkasse aber nicht immer den doppelten Festzuschuss. Die Regelung besagt, dass sich der erhöhte Zuschuss aber bis auf den doppelten Festzuschuss hochschrauben kann.

Härtefallregelung gerecht oder nicht
63 % finden die Härtefallregelung für Zahnersatz gerecht.


Studenten

Zahnersatz bei jüngeren Menschen ist zwar selten, kann aber in einigen Fällen schon notwendig sein. Aus diesem Grund gibt es auch eine Regelung, die besagt, dass Studenten auch den doppelten Festzuschuss für Zahnersatz erhalten. Dies gilt allerdings nur dann, wenn die Studenten nur geringfügig dazu verdienen. Dabei wird es wohl kaum sein, dass ein Student schon über den Betrag hinauskommt, der als Bemessungsgrenze angesetzt ist. Studenten, die Bafög erhalten, bekommen ebenfalls den doppelten Festzuschuss. Denn der Betrag, der als Bafög den Studenten zur Verfügung steht, gilt als deren Lebensgrundlage. Wenn der Student allerdings nachweislich von seinen Eltern jeden Monat einen festen Betrag erhält, der über die Bemessungsgrenze hinausgeht, erhält der Student auch nicht den doppelten Festzuschuss.

Belastungsgrenze

Dabei hat jeder Steuerpflichtige auch die Möglichkeit vom doppelten Festzuschuss zu profitieren. Und zwar dann, wenn dieser bereits im Laufe des Jahres seine Höchstbelastung an Gesundheitskosten ausgegeben hat. Dies kann leicht passieren, wenn der GKV-Versicherte mehrmals im Jahr im Krankenhaus war. Die Belastungsgrenze errechnet sich für jeden Steuerpflichtigen individuell. Und zwar nach der Höhe seines Bruttoeinkommens. Steuerpflichtige, die nicht an einer chronischen Krankheit leiden, müssen mindestens 2 Prozent ihres Bruttoeinkommens erst für Gesundheitskosten ausgeben bevor sie von ihrer Krankenkasse eine Freistellung von weiteren Zuzahlungen erhalten. Diese kann aber auch nur dann gewährt werden, wenn der Versicherte bei seiner Krankenkasse einen entsprechenden Antrag stellt.

Zahnarztkosten reduzieren
45 % unserer Leser haben bei Ihrem Zahnarzt versucht, die
Zahnarztkosten zu reduzieren.



Chronisch Kranke müssen nur 1 Prozent ihres Bruttoeinkommens aufwenden im Jahr. Eine Alternative ist natürlich alle in einem Jahr entstandenen Gesundheitskosten in der Steuererklärung geltend zu machen. Geht der Betrag dann über die Belastungsgrenze hinaus, wird der Differenzbetrag dem Steuerpflichtigen erstattet bzw. mit der übrigen vielleicht fälligen Steuerlast verrechnet. Hierfür ist es natürlich erforderlich, dass der Steuerpflichtige alle Belege sammelt, die in Zusammenhang mit seiner Gesundheit stehen. Diese Ausgaben beziehen sich dann natürlich auch auf die Kinder, wenn für deren Gesundheit Ausgaben getätigt wurden, die vielleicht nicht von der Krankenkasse erstattet werden. Hierfür ist es natürlich wichtig alle Belege zu sammeln und diese komplett beim Finanzamt mit der Einkommenssteuererklärung einzureichen.

Weiterführende Infos zu Zuschüsse:

Härtefallantrag - Muster und Vorlage

Welche Zuschüsse für Zahnersatz gibt es vom Amt ?

Wann gibt es doppelten Festzuschuss für Zahnersatz?

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Wenn Krankenkasse Zuschuss für Zahnkrone ablehnt

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