Kosten beim Zahnarzt

So lese ich eine Zahnarztrechnung

Für nicht-kaufmännisch ausgebildete Menschen sind Rechnungen eh schwer zu lesen und nachzuvollziehen. So wissen einige zum Beispiel nicht, warum die Mehrwertsteuer ausgezeichnet wird. Fatal ist dabei, wenn der Anbieter vergessen hatte beim Angebot zu erwähnen, dass noch Mehrwertsteuer auf den genannten Betrag aufgeschlagen werden muss. Wobei wenn es sich um einen erfahrenen Geschäftsmann handelt, der täglichen Umgang hat mit Endverbrauchern, der sollte normalerweise wissen, dass diese nur am Gesamtbetrag (inklusive Mehrwertsteuer) interessiert sind, da sie die Mehrwertsteuer nicht mit der Vorsteuer verrechnen können. Doch auch was sonst noch auf Rechnungen steht, ist meist schwer zu verstehen bzw. einzuordnen. Dies ist dann vor allem der Fall, wenn es sich um Fachbegriff handelt, die aus verschiedenen wirtschaftlichen Bereichen stammen können.

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Zahnarztrechnung verstehen
61 % unserer Leser verstehen ihre Zahnarztrechnung nicht.


Es kommt natürlich darauf an, was für eine Ware oder Leistung in Rechnung gestellt wird. Besonders kompliziert wird es für Verbraucher, wenn es sich um medizinische Fachbegriffe handelt, wie man sie auch auf einer Zahnarztrechnung findet. In diesem Fall trifft medizinische Fachsprache nämlich auf Laien, vielmehr Abkürzungen, die sich letztlich nur in der Gebührenordnung für Zahnärzte oder im Leistungskatalog der Krankenkassen wiederfinden. Grundsätzlich ist es so, dass die Zahnarztrechnung ja auch der Krankenkasse vorgelegt wird - egal ob es sich hier nun um den privaten Versicherer für die Zahnzusatzversicherung handelt oder um die GKV oder die Krankenkassen der privaten Krankenversicherung. In dem Moment, wenn Experten in ihrer Fachsprache kommunizieren, dann versteht der Laie (der Patient) oft nur wenig oder gar nichts. Insbesondere die Fachsprache von Zahnärzten ist recht kompliziert und stark gespickt mit Abkürzungen.

Verständnis Eigenanteil und Festzuschuss
Ca. 25 % verstehen das mit Eigenanteil, Regelversorgung und Festzuschuss beim Zahnarzt.


Verständliche Bestandteile

Die in der Regel verständlichen Bestandteile von einer Zahnarztrechnung beziehen sich auf das Datum, die Anschrift von Zahnarzt und Patient (also Rechnungsempfänger) sowie Rechnungsnummer und unten die Angabe auf welches Konto der Betrag, der vom Patienten zu bezahlen ist, überwiesen werden soll. Bekannt ist auch, dass es einen Gesamtbetrag gibt und natürlich die Angabe der Kontonummer, auf das der Betrag überwiesen werden soll. Dann hört es mit der Verständlichkeit bei den Patienten, also den Rechnungsempfängern aber auch schon auf. Denn der Hauptteil der Zahnarztrechnung enthält ganz unterschiedliche Begriffe, mit denen der Zahnarzt aber auch im beruflichen Alltag hantiert und die auch die Mitarbeiter der Krankenkassen sehr gut kennen.

Zahnarztrechnung prüfen lassen
68 % würden gerne ihre Zahnarztrechnung überprüfen lassen.


Region

Eine Spalte, die auf der Zahnarztrechnung bei den Patienten nach dem Empfang dieser häufig für Verwirrung sorgt, ist der Begriff "Region". Wird hier eventuell abgerechnet nach einem Tarif wo der Patient wohnt? Nein, die Gebühren, die der Zahnarzt berechnet, sind deutschlandweit natürlich gleich und völlig unabhängig von der Region. Die Basis für die Abrechnung bildet nämlich die Gebührenordnung der Zahnärzte, und die sieht keine regionalen Unterschiede vor. Mit Region ist vielmehr gemeint um welchen Zahn es sind handelte, der behandelt wurde. Man verwendet dabei das sogenannte FDI-Zahnschema nach Viohl. Es gibt ein entsprechendes Zahnschema für das bleibende Gebiss und für das Milchzahngebiss. Ist bei der Region die Zahl 27 aufgeführt, dann handelt es sich um einen Zahn aus dem Oberkiefer links. Region 42 bezeichnet einen Zahn aus dem Unterkiefer rechts.

Anzahl und Geb.Nr.

Die nächste Position auf der Zahnarztrechnung ist "Anzahl". Damit gibt der Zahnarzt an wie hoch die Anzahl der Leistung ist, die er durchgeführt hat. Die Spalte "Geb.Nr." gibt dann letztlich Auskunft über die Gebührennummer, die für eine bestimmte Leistung steht, die der Zahnarzt abgerechnet hat. Diese Gebührennummern finden sich in der Gebührenordnung für Zahnärzte wieder. Ob es sich hier letztlich um die richtige Gebührennummer handelt, das kann der Patient natürlich nur dann nachprüfen, wenn er auch genau weiß, was er für eine Behandlung bekommen hatte. Dabei kann der Patient allerdings meist nicht genau nachvollziehen, was außer dem Hauptgrund, weshalb er den Zahnarzt aufgesucht hat, was noch angefallen ist an Arbeit für den Zahnarzt.

Zahnarztrechnung in Raten zahlen
21 % haben ihre Zahnarztrechnung in Raten gezahlt.


Dieser hat den Patienten zwar in der Regel über alle Schritte aufzuklären, was in der Praxis meist jedoch nicht passiert. Und genau aus diesem Grund ist die Zahnarztrechnung für einen Patienten in der Regel auch so schwer nachzuvollziehen und daher stoßen die Krankenkassen bei ihren Überprüfungen von Zahnarztrechnungen auch häufig auf gravierende Fehler, die dem Zahnarzt unterlaufen sind. Dies schwächt natürlich das Vertrauensverhältnis zwischen Patient und Zahnarzt, aber auch zwischen Zahnarzt und Krankenkasse. Die einzelnen Positionen sind natürlich jeweils mit einem Betrag ausgewiesen, der am Ende der Rechnung zusammengerechnet wird. Die Mehrwertsteuer wird natürlich von der Zahnarztpraxis auch berechnet und muss separat ausgewiesen werden.

Faktor

Eine sehr wichtige Spalte auf der Zahnarztrechnung ist die mit der Bezeichnung "Faktor". Denn hier rechnet der Zahnarzt seinen persönlichen Aufwand ab, aber auch den Umfang der Behandlung und letztlich auch die Zeit, die er in die Behandlung investiert hat. In der Gebührenordnung für Zahnärzte ist nämlich nur der einfache Gebührensatz angegeben, der von Zahnärzten in der Regel aber nur selten angesetzt wird. Es gibt allerdings auch Leistungen, die mit dem Faktor 1 berechnet werden, also letztlich mit dem Betrag, wie er auch in der Gebührenordnung für Zahnärzte steht. Meist wird der einfache Gebührensatz aber mit 2,3 multipliziert. Wenn der Zahnarzt dies macht, muss er die höhere Berechnung allerdings auch begründen. Gleiches gilt, wenn er den Faktor 3,5 ansetzt, was aber meist nur bei Privatpatienten geschieht. Bei GKV-Versicherten wird meist mit 2,3 gerechnet, wenn der Zeitaufwand für die Behandlung zum Beispiel sehr hoch war oder der Schwierigkeitsgrad entsprechend hoch, weil zum Beispiel die Zähne schief standen oder es nur unter großem Aufwand möglich war den Patienten dazu zu bewegen, dass er den Mund offen hielt. Das heißt auch diverse Umstände können dazu führen, dass der höhere Faktor angesetzt wird.

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Sie finden hier eine Übersicht der häufigsten Probleme in der Zahnmedizin. Wählen Sie unten ein Thema und erhalten alle Antworten über diese Thematik:

   
   
   
   
   





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