Kosten beim Zahnarzt

Klebebrücke Kosten

Für die Klebebrücke gibt es mehrere Bezeichnungen. Man bezeichnet diese Art von Zahnersatz auch als Adhäsivbrücke oder Marylandbrücke. Bei der Klebebrücke handelt es sich um einen festsitzenden Zahnersatz, der mit Befestigungskunststoffen an einer säuregeätzten Schmelzoberfläche der Pfeilerzähne befestigt ist. Entwickelt wurden die ersten Klebebrücken Mitte der 1950erJahre. Doch erst in den 1970er Jahren gelang es die ersten Zahnbrücken mit der Hilfe von Kompositkunststoffen an angrenzenden Zähnen zu befestigen. An der Universität von Maryland schließlich wurden die Klebebrücken entwickelt, wie sie auch heute noch im Einsatz sind.

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Immer weiterentwickelt wurden auch die Klebezemente, die heute dafür sorgen, dass eine derartige Brückenversorgung über lange Zeit im Gebiss verbleiben kann. Klebebrücken kommen dabei heute zum Einsatz, wenn Zahnimplantate nicht angewandt werden können. Wichtig ist, dass die benachbarten Zähne kariesfrei sind. Und auch über Zahnfüllungen dürfen diese Zähne nicht verfügen. Zum Einsatz kommen Klebebrücken im Normalfall nur bei Erwachsenen, da bei Jugendlichen die Eckzähne noch nicht durchgebrochen sind. Und diese werden in der Regel als Pfeilerzähne benötigt.

Zahnbrücke Kosten
42 % unserer Leser zahlen für ihre Zahnbrücke mehr als 1.200 Euro.


Wenn diese Zähne aber durchgebrochen sind, können Klebebrücken durchaus auch schon bei Kindern und Jugendlichen verwendet werden, auch wenn noch ein Zahnwechsel erwartet wird. Wenn Klebebrücken bei Jugendlichen zum Einsatz kommen, dann meist, weil Zähne nicht angelegt wurden bzw. unfallbedingt es zu einem Verlust der bleibenden Zähne gekommen ist. Bei Erwachsenen werden Klebebrücken vor allem verwendet, wenn ein Zahnverlust zu beklagen und eine Zahnfleischentzündung droht. Dabei ersetzt eine Klebebrücke in der Regel im Oberkiefer im Frontzahnbereich und im Seitenzahnbereich nicht mehr als einen fehlenden Zahn. Im Unterkiefer indes können mit einer Klebebrücke maximal vier Schneidezähne ersetzt werden. Zum Einsatz kommen kann eine Klebebrücke aber auch nur dann, wenn der Kieferverlauf gerade ist. Neben dem Vorhandensein von Pfeilerzähnen ist es auch erforderlich, dass bei diesen noch ausreichend Zahnschmelz vorhanden ist. Denn dieser ist für den Klebevorgang erforderlich und kann nicht künstlich erzeugt werden. Wichtig ist, dass der Zahnarzt die Klebebrücke nicht einbringt bevor nicht vorherige kieferorthopädische Behandlungen ausreichend verheilt sind. Dies kann eine Zeit von sechs bis acht Wochen in Anspruch nehmen.

Wirtschaftlichkeit und Kostenübernahme durch die GKV

Ob sich ein Patient für eine vom Zahnarzt empfohlene Klebebrücke entscheidet, ist natürlich von der Erfolgsaussicht der Behandlung auch von der Haltbarkeit der Zahnbrücke abhängig. Im Bezug auf die Haltbarkeit und die Erfolgsquoten von Klebebrücken gab es bereits einige klinische Untersuchungen. Dabei wurden die vollkeramischen Klebebrücken so beurteilt, dass sie bis zu 10 Jahre halten. Die Wirtschaftlichkeit von derartigen Zahnbrücken ist daher sehr hoch.
Im Bezug auf die Kosten ermittelt der Zahnarzt den vom Patienten für eine Klebebrücke zu zahlenden Eigenanteil anhand des Heil-und Kostenplans, der bei der Krankenkasse des Patienten eingereicht wird. Die Kosten können sich für eine Klebebrücke insgesamt auf ca. 1500 Euro belaufen. Diese Kosten beinhalten die Zahnlaborkosten und das Honorar des Zahnarztes. Dies ist nur ein Durchschnittswert, da die Kosten für eine Klebebrücke in der Regel im Voraus nicht genau festgelegt werden können. Grund dafür ist, dass es hier darauf ankommt, welches Material gewählt wird und ob eine zwei- oder einflügelige Klebebrücke eingesetzt werden muss. Die Krankenkasse zahlt in der Regel die Kosten für diesen Zahnersatz nicht komplett.

Mit Zahnbrücke zufrieden
Nur 23 % sind mit ihrer Zahnbrücke zufrieden.


Getragen werden durch die Krankenkasse nur die Kosten für die Regelversorgung, unter die die Klebebrücke aber nicht immer fällt. Die Höhe der Kosten ist maßgeblich davon abhängig, wie viele Zähne durch die Klebebrücke ersetzt werden sollen. Des Weiteren spielt eine Rolle, in welchem Zustand sich die benötigten Pfeilerzähne befinden. Muss hier eine Vorbehandlung erfolgen, ist diese auch vom Patienten zu tragen bzw. diese Kosten finden sich ebenfalls im Heil- und Kostenplan wieder, weil der Zahnarzt alle Behandlungsschritte vorab nicht nur mit dem Patienten abklären muss. Es muss auch die Genehmigung der Krankenkasse vorliegen, dass die Behandlung in Gang gesetzt werden kann. Die Preisunterschiede bei Klebebrücken von Patient zu Patient hängen auch davon ab, aus welchem Material die Zahnbrücke angefertigt wird. Eine Klebebrücke aus Metall oder Keramik (die gewöhnlichste gewählte Form) kann statt 1500 Euro auch mal 1300 Euro kosten. Die vollkeramische Zahnbrücke allerdings kommt schon den Kosten von 1500 Euro recht nahe.

Die Teilkostenübernahme in Höhe der Regelversorgung gilt für die Klebebrücke im Übrigen nicht für Kinder und Jugendliche bzw. junge Erwachsene im Alter von 14 bis 20 Jahren. Denn nach den Bestimmungen des Leistungskatalogs der GKV steht diese zahntechnische Versorgung nur jüngeren Patienten zu und wo es um den Ersatz eines Frontzahns geht. Die Begründung der GKV lautet, dass sich noch im Wachstum befindende Substanz des Kieferknochens für keine andere Zahnbrücken Art eignet.

Zusatzversicherung zahlt Klebebrücke eventuell

Während die privat versicherten Patienten mit dem Wunsch bzw. dem Bedarf einer Klebebrücke sich beruhigt in den Behandlungsstuhl begeben können, weil die Versicherung diese Art von Kosten deckt je nach Tarif und vielleicht mit einem Selbstbehalt, können gesetzlich versicherte Patienten nach der Genehmigung ihres Heil- und Kostenplans auch bei ihrer Zahnzusatzversicherung anklopfen und anfragen, ob diese für den Eigenanteil aufkommt, den der Patient an der Klebebrücke zu bezahlen hat. Die Brückenversorgung des Versicherten gehört in der Regel zu den Standardleistungen der Zusatzversicherungen. Je nach Tarif, der gewählt wurde, erstattet diese dann noch einmal 70 oder 80 Prozent (vielleicht auch 100 Prozent, wenn vereinbart) der Kosten, die eigentlich am Patienten hängen bleiben würden. Auch dies gilt wiederum nur für Patienten zwischen 14 und 20 Jahren. Alle anderen Versicherten, die eine Zahnzusatzversicherung haben, können natürlich die komplette Zahnarztrechnung dort einreichen und erhalten dann 70, 80 oder 100 Prozent der Kosten erstattet, wenn es im Tarif vereinbart wurde eine derartige Brückenversorgung vornehmen und erstatten zu lassen.

Weiterführende Infos zu Zahnbrücken:

Zahnimplantat oder Zahnbrücke

Was kostet eine Erneuerung der Zahnbrücke ?

Das kosten Zahnbrücken

Wie hoch mein Eigentanteil für Zahnbrücken ?

Was ist teurer - Zahnbrücke oder Zahnimplantat ?

Was kostet das Unterfüttern einer Brücke



Übersicht häufigste Zahnprobleme - Fragen und Antworten

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